saca tus vacaciones del armario

Für

Schwule städtische Stämme: Fitnessstudiofreaks

Lorenzo

29 Juni, 2017

 

Hier ein typisches Beispiel: Der Sommer kommt und dein Handy beginnt, dich grausam mit den Bildern von heißen Typen und Mädels mit eindrucksvollen Traumbodys zu bombardieren. Auch wenn du im Laufe der Jahre gelernt hast, dich nicht von den Netzwerken beeindrucken zu lassen, kannst du es doch nicht vermeiden, nochmals darüber nachzudenken, ob du wirklich die Nutellabrote, die du für den Vormittag eingeplant hattest, essen sollst.

Und das ist leider so: Einen Traumbody zu haben, ist ein grausames Diktat der Gesellschaft für die Selbstverwirklichung, die sich seit einigen Jahren mehr als je durch soziale Netzwerke wie Instagram verstärkt hat, wo die Attraktivität mit Likes gemessen wird. Der im Bodybuilding und in einem Fitnessstudio voller Männer, die Schweiß und Pheromone ausströmen, verinnerlichte Homoerotismus hat, wie es auch nicht anders sein kann, einen Platz in der schwulen Kultur und hat zur Entstehung eines ganz eigenen städtischen Stamms geführt, bei dem wir alle das ein oder andere Mal darüber nachgedacht haben, sich ihm anzuschließen: den Fitnessstudiofreaks.

 

Pump it up!

Nachfolgend einige allgemeine Merkmale dieses Typs von schwulem Mann, der so gesund lebt:

*Man muss muskelbepackt sein, einfach nur um ein Muskelpaket zu sei: die Sportart hat dabei keine allzu große Bedeutung (und das, wenn man bedenkt, dass die Kanaren ein idealer Ort sind, um Sport zu treiben) und die Muskeln werden im Studio trainiert.

*ALLES, was man erreicht (ich wiederhole: alles) ist ausführlich auf den sozialen Netzwerken, ganz besonders Instagram, zu dokumentieren. Das Ziel des Trainings (und demnach des Lebens selbst) ist es, mit vielen Likes und Kommentaren Anerkennung von außen zu bekommen.

*Sie haben nicht viele Federn, scheinen Heteros (nicht alle augenscheinlich) zu sein und geben im Allgemeinen ein sehr maskulines und selbstsicheres Bild von sich ab. Wie bei den meisten städtischen Stämmen, tendieren sie dazu, unter sich zu bleiben.

*Es ist unerlässlich, Selfies vor dem Spiegel (vergiss dein Handy nicht im Spind, denn du wirst esbrauchen) und oder im Bad zusammen mit einem „Guten Morgen“, „Guten Tag“, „Guten Abend“ etc. zu posten.

*Einige sind besessen von ihrer Diät, andere nicht. Letztere kommentieren auf den Netzwerken ihre Flirts mit Hamburgern und Pizzas, um die, die den langsamen Stoffwechsel eines dreifingrigen Faultiers haben, neidisch zu machen.

*Wie es natürlich nicht anders sein kann, nutzen sie jede Gelegenheit, um die Früchte ihrer Anstrengung zur Schau zu stellen: sie tragen ärmellose T-Shirts, sobald das Thermometer keine Minusgrade mehr anzeigt; sie lieben den Strand (Maspalomas auf Gran Canaria ist ein üblicher Schauplatz, wo man diese Jungs findet) und sie lassen keinen Umzug der Pride aus, zu dem sie ohne T-Shirt gehen können.

 

Maspalomas, Gran Canaria.

Körperkult auf den Kanarischen Inseln: Wie? So etwas gibt es tatsächlich? 

Auf den schönen Kanareninseln passiert das Gleiche wie an den meisten Orten mit einem warmen Klima und einem Freizeitangebot, das den Strand beinhaltet: der Körperkult existiert, er ist stark und ein Fitnessstudio ist ein sicheres Geschäft, in das man investieren kann. Wenn du Angst hast, dass du bei einem Gelage mit kanarischen Kartoffeln mit Mojosauce alles verlierst, was du das ganze Jahr über erreicht hast, musst du dir keine Sorgen machen: die meisten Hotels verfügen über ein Fitnessstudio, in dem du Sätze machen kannst, während du den Strand siehst. Hört sich das nicht gut an?

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„Morgen melde ich mich an“ 

Wir möchten deine Meinung hören: Glaubst du, dass es in der schwulen Welt Druck gibt, einen Traumkörper zu haben? Mehr als in der Welt der Heteros? Findest du die Verrücktheit nach dem Fitnessstudio, die die Netze zu überschwemmen scheint, gut? Möchtest du IN RUHE deine fünf Nutellabrote essen? Hinterlass einen Kommentar!

 

 

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